Stellungnahme des VCD Köln und Umgebung e. V. zur Fortschreibung des Nahverkehrsplans Köln – Busnetz im Teilraum Rechtsrheinisch Nord

Bessere Erschließung des Bereichs Dillenburger Str. in Kalk (Linie 159)
Die Verwaltung schlägt unter Nennung von Alternativen vor, die Linienführung unverändert zu lassen.
Nach Auffassung des VCD ist auch die Möglichkeit, die Linie 159 stets über die Kapellenstr., Dillenburger Str., Trimborn S-Bahn zu führen (Wegführung wie Alternative Nr. 2 der Verwaltung) eine Prüfung durch die Politik, besonders im Stadtbezirk wert. Vorteile: geringere Stauanfälligkeit (Kalker Hauptstr.), sehr gute Erschließung der südlichen Teile von Kalk. Nachteile: längere Anfahrt von Norden bis in das Zentrum von Kalk, (kürzere) Fußwege von Trimborn S-Bahn zu den Kalk-Arkaden (Kalk Post), Verzicht auf die Haltestelle Walter-Pauli-Ring (dort aber geringe Erschließungsfunktion).


Einführung eines Abendverkehrs auf den Linie 154 ab 20.30 Uhr
Die Verwaltung will die Nachfrage „weiter beobachten“, ohne jedoch ein Mindestangebot zu stellen.
Die Reisezeiten sind zwischen den äußeren rechtsrheinischen Stadtteilen sind nach 20.30 Uhr unzumutbar lange. In allen anderen Stadtbezirken Köln vergleichbare tangentiale „Ringverbindungen“ auch nach 20.30 Uhr noch angeboten, zumindest im 60-Minuten-Takt.
Nach Auffassung des VCD müsste, um eine Mindestverfügbarkeit des öffentlichen Verkehrs in diesen Verbindungen sicherzustellen, auch auf der Linie 154 zwischen Eil und Dünnwald nach 20.30 Uhr ein 60-Minuten-Takt angeboten werden. Die Verwaltung sollte aufgefordert werden, für diesen - relativ geringen - Mehraufwand eine Finanzierungs-/Kompensationsmöglichkeit zu prüfen.


Erschließung der Mielenforster Heide
Zur Erschließung der Mielenforster Heide sollte folgende, möglicherweise kostenneutrale Möglichkeit geprüft werden:
Die Linie 159 wird in den Zeiten, wo sie bereits jetzt über Herler Str. hinaus über den Schlagbaumsweg bis Kochwiesenstr. verkehrt (Haupt- und Nebenverkehrszeit) weiter geführt in Richtung Mielenforster Heide, ggf. über Kochwiesenstr., Iddelsfelder Str., Neufelder Str. (südlich Stadtbahn) – Neufelder Str. – Bensberger Marktweg.
Zur Kompensation des Mehraufwandes fährt die Linie ab Herler Str. nicht mehr im 10-Minuten-Takt, sondern im 20-Minuten-Takt.


Bessere Verbindung von Dünnwald und Höhenhaus nach Wiener Platz (Bezirksmitte und Bezirksrathaus)
Die abseits des Einzugsgebiets der Linie 4 liegenden Teil von Höhenhaus und Dünnwald haben keine umsteigfreie Direktverbindung nach Mülheim (Wiener Platz).
Diese Verbindungen könnten aufkommensneutral wie folgt gewährleistet werden:
Die Linie 155 wird von Berliner Str. bis mindestens Mülheim, Wiener Platz verlängert. Die zwischen Höhenhaus und Dünnwald bisher stündlich angebotenen parallelen Fahrten der Linie 434 werden in die Linie 155 integriert. Der bisherige Parallelverkehr ist ohne Nutzen für die Fahrgäste.
Der Vorschlag der Verwaltung betreffend Verlängerung der Linie 157 bis Aeltgen-Dünwald-Straße sollte nach Auffassung des VCD umgesetzt werden.


Ergänzende Option: Taktverdichtung und Anschluss Dünnwald Nord – Stammheim S-Bahn
Statt der Linie 155 könnte die Linie 153 die Bedienung auf dem Abschnitt Stammheim S-Bahn bis Leuchterstr. übernehmen. Sie würde ab Moses-Hess-Str. neu über Gisbertstraße – Stammheim S – Linienweg 155 – Leuchterstraße (Effekt: S-Bahn-Anschluss in dichterem Takt und Direktverbindung Dünnwald Nordwest – Wiener Platz).
Nachteile der beiden letzten Optionen sind ggf:
•    Notwendigkeit der Einrichtung einer Wendemöglichkeit im Bereich Leuchterstr.
•    Wegfall oder Reduzierung der umsteigefreien Verbindung Dünnwald Nord – Sigwinstr. (Schulzeiten)


Verlängerung der neuen Linie 155 bis Deutz (Integration der bisherigen Linie 150)
Sofern die Linie 155 bis Wiener Platz verlängert wird, wäre zu prüfen, ob eine Verlängerung über den Auenweg und das Thermalbad nach Deutz nicht kostenneutral unter Ersatz der Linie 150 möglich ist.

Markus Meurer

09.04.2008

VCD Köln und Umgebung e.V.