Nord-Süd- U-Bahn: Besser alternative Sparmöglichkeiten als jetzt Zukunft verbauen


Aktuell wird in der Politik (Bau und Verkehrsausschuss am Donnerstag 25.03.2004)
über Einsparungsmöglichkeiten bei den Haltestellen der geplanten Nord-Süd- U-Bahn
beschlossen.
Der Verkehrsclub Deutschland, Kreisverband Köln und Umgebung, fordert die
politischen Gremien auf, nicht auf Kosten der Fahrgäste zu sparen.
Das Kölner U-Bahn-System ist gekennzeichnet durch immer wieder neues
Sparen am falschen Ende. (Einfachst-Gleiskreuzungen im Tunnel, zu wenig Treppen, Aufzüge und Rolltreppen, zu kurze Bahnsteige.
All dies schränkt die Leistungsfähigkeit ein und führt dauerhaft zu Verspätungen.

In dem Projekt Nord-Süd- U-Bahn, welches einen Umfang von 600 Millionen Euro hat
und die Zukunft des Nahverkehrs für Köln bedeuten soll, wird schon vor
dem ersten Spatenstich auf Kosten der Fahrgäste gespart.
Aktuell die unterirdische Haltestelle Severinstraße:
Die ursprünglich großzügig angelegte unterirdische Haltestelle soll reduziert werden
auf eine Tunnelhaltestelle. Dabei sind die Bahnsteige, besonders zu den Verbindungsrolltreppen zum Umsteigen zu den Linien 3 und 4, äußerst schmal geraten.

Hier wird jetzt in Beton gegossen, was sich in der Praxis als Nachteil für
die Fahrgäste erweist und später nur mit sehr hohen Kosten verändert werden kann.
"Heute Murks geplant, morgen Murks gebaut und dann für immer Murks - und das
bei diesem Zukunftsprojekt" so Roland Schüler vom VCD Köln.
" Die Politik sollte die Verwaltung auffordern, alternative Sparmöglichkeiten aufzuzeigen,
die nicht auf Kosten der Fahrgäste gehen"
 
 

24.03.2004


VCD Köln und Umgebung e.V.