Ich begrüße es, dass Anregungen, die wir als VCD 2002 zum Stadtbahnwagen K5000 angemeldet haben, nun beim neuen Wagentyp berücksichtigt wurden. Hierzu gehören die elektronischen Haltstellen-Anzeigen, die aufgrund ihrer größeren Anzahl nun von jedem Sitzplatz aus zu sehen sind, und die bessere Erreichbarkeit des Fahrrad- bzw. Kinderwagen-Abstellplatzes.
Erhebliche Mängel besitzt jedoch das neue Fahrzeug in Bezug auf
die Möglichkeit, Information zur Fahrgastorientierung kundengerecht
auszuhängen:
Der VRS-Liniennetzplan kann allein oberhalb des Fahrkarten-Automats
vertikal - und damit gut einsehbar - angebracht werden.
Für die zur Orientierung so wichtigen beiden Teilnetz-Grafiken
im Längsformat (Ersatz für die Perlenschnüre) ist bei der
jetzigen Ausführung eine Hängung allein an den äußersten
Fahrzeugenden möglich. Die sehr geringe Breite der übrigen unterhalb
der Decke angebrachten Schließfächer und die Platzierung ihrer
Schlösser verhindert andernorts eine störungsfreie Anbringung
dieser Pläne.
Teilnetzpläne sollten jedoch im Fahrzeug in ausreichender Anzahl
und an zentralen Orten präsentiert werden. Denn jeder Fahrgast sollte
während der Fahrt problemlos die erforderlichen Informationen abrufen
können (z.B. Anzahl der Haltestellen bis zum Ziel, Umsteigemöglichkeiten).
Der VCD sieht die dringende Notwendigkeit, in den noch nicht ausgelieferten
Bahnen die Breite der Schließfächer so zu ändern, dass
in jedem Abschnitt des Fahrzeugs die horizontalen Teilnetzpläne Platz
finden können. Die notwendige Änderung der Ausführung dürfte
kaum zu Mehrkosten führen.
Die KVB hat hier die Möglichkeit, unter Beweis zu stellen, dass
sie - wie in der Vergangenheit mehrfach verbal geäußert - tatsächlich
gewillt ist, Konzepte zur besseren Fahrgastorientierung umzusetzen.
Mit der jetzt vorgestellten baulichen Ausführung des K4500 würde
dies dauerhaft verhindert.