Zur Zeit reden alle vom Feinstaub. Doch nicht nur die verkehrsbedingte Staubbelastung, sondern auch der Verkehrslärm hat gravierende negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Darauf weist der Kreisverband Köln und Umgebung des Verkehrsclubs Deutschland e.V. (VCD) anlässlich des morgigen Tages gegen Lärm hin.
Kay Queetz, Vorstandsmitglied des VCD: „Jeder sechste Deutsche ist einem erhöhten Herzinfarktrisiko durch Straßenverkehrslärm ausgesetzt. Mehrere Hunderttausend Menschen sind in Deutschland insbesondere durch Nachtfluglärm in ihrer Gesundheit beeinträchtigt. Außerdem verringert permanenter Verkehrslärm die Lebensqualität, erschwert Arbeiten und Lernen und mindert den Wert von Immobilien“.
In Ballungsräumen mit mehr als 250.000 Einwohnern müssen auf
Grund einer neuen
europäischen Richtlinie bis Mitte 2007 Lärmkarten mit Darstellung
der wichtigsten
Lärmquellen und ein Jahr später Lärmminderungspläne
zur Behebung der größten Lärmprobleme erstellt werden.
Der VCD verweist dabei auf den Zusammenhang mit der Feinstaubdebatte.
Maßnahmen zur Verringerung der Feinstaubbelastung, wie Geschwindigkeitsreduzierungen,
Lkw-Fahrverbote und die Förderung von Fuß-, Rad- und öffentlichem
Nahverkehr, tragen auch zur Verringerung des Verkehrslärms bei. Kay
Queetz: "Wir fordern die Stadt Köln deshalb auf, Lärmreduzierung
nicht erst in zwei Jahren anzugehen, sondern bereits heute Luftreinhaltung
und Verkehrslärmbekämpfung zu verknüpfen. Damit geht man
zwei Probleme gleichzeitig an und spart obendrein Kosten."
Lärmbetroffene können beim VCD einen Lärm-Aktionskoffer
ausleihen, der unter anderem ein einfach zu bedienendes Lärm-Messgerät
enthält. Weitere Informationen: www.vcd.org