Pressemitteilung : VCD zum Tag des Lärms am 20.4.2005

Maßnahmen gegen Verkehrslärm verringern auch Feinstaubbelastung – VCD fordert Kommunen zum Handeln auf

Zur Zeit reden alle vom Feinstaub. Doch nicht nur die verkehrsbedingte Staubbelastung, sondern auch der Verkehrslärm hat gravierende negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Darauf weist der Kreisverband Köln und Umgebung des Verkehrsclubs Deutschland e.V. (VCD) anlässlich des morgigen Tages gegen Lärm hin.

Kay Queetz, Vorstandsmitglied des VCD: „Jeder sechste Deutsche ist einem erhöhten Herzinfarktrisiko durch Straßenverkehrslärm ausgesetzt. Mehrere Hunderttausend Menschen sind in Deutschland insbesondere durch Nachtfluglärm in ihrer Gesundheit beeinträchtigt. Außerdem verringert permanenter Verkehrslärm die Lebensqualität, erschwert Arbeiten und Lernen und mindert den Wert von Immobilien“.

In Ballungsräumen mit mehr als 250.000 Einwohnern müssen auf Grund einer neuen
europäischen Richtlinie bis Mitte 2007 Lärmkarten mit Darstellung der wichtigsten
Lärmquellen und ein Jahr später Lärmminderungspläne zur Behebung der größten Lärmprobleme erstellt werden.
Der VCD verweist dabei auf den Zusammenhang mit der Feinstaubdebatte. Maßnahmen zur Verringerung der Feinstaubbelastung, wie Geschwindigkeitsreduzierungen, Lkw-Fahrverbote und die Förderung von Fuß-, Rad- und öffentlichem Nahverkehr, tragen auch zur Verringerung des Verkehrslärms bei. Kay Queetz: "Wir fordern die Stadt Köln deshalb auf, Lärmreduzierung nicht erst in zwei Jahren anzugehen, sondern bereits heute Luftreinhaltung und Verkehrslärmbekämpfung zu verknüpfen. Damit geht man zwei Probleme gleichzeitig an und spart obendrein Kosten."

Lärmbetroffene können beim VCD einen Lärm-Aktionskoffer ausleihen, der unter anderem ein einfach zu bedienendes Lärm-Messgerät enthält. Weitere Informationen: www.vcd.org
 
 

19.04.2005
Kay Queetz
VCD Köln und Umgebung e.V.