Es ist interessant, dass alle paar Jahre versucht wird, die vor langer Zeit erfolgten Verbesserungen für den Straßenbahnverkehr wieder rückgängig zu machen.
Wie Sie den Vertreter der Stadtverwaltung richtig zitieren, ist hier seit Jahren nichts verändert worden. Plötzlich wird die gleiche Sekundenzahl als zu lang empfunden.
Dazu folgende Anmerkungen:
1. Die Beschleunigung der Straßenbahn erfolgt in Köln durch
ein kompliziertes System von Standortmeldungen der Bahn und dem Computer
der die Ampelanlagen steuert.
Dies ist seinerzeit eingebaut worden, eben weil die Ratsmehrheit keine
wirkliche Vorrangschaltung für die Bahn wollte.
In anderen Städten holt sich der Bahnfahrer mit einem Sender einfach
für einige Sekunden Grün, wenn an der Haltestelle die Türen
geschlossen sind.
In Köln rechnet ein Computer aus, wann die Türen wohl geschlossen
sein würden und hält solange für die Fahrtrichtung der Bahn
die Ampeln auf Grün.
2. Die gesamten Ampelanlagen an den entsprechenden Straßen, Gürtel,
Aachener Straße und
Dürener Straße sind damals aus dem Nahverkehrstopf bezahlt
worden.
Sollte die Beschleunigung der Straßenbahn zurückgenommen
werden, sind die Landeszuschüsse zurückzuzahlen.
3. Die Beschleunigung der Straßenbahn steigert nicht nur indirekt
den Kostendeckungsgrad der Verkehrsbetriebe, weil sie schneller attraktiver
ist.
Auf den KVB-Linien 1, 7 und 13 können ganze Kurse eingespart werden,
dh., ein Straßenbahndoppelzug in Anschaffung und Unterhalt und dazu
mehrere Planstellen für Fahrer.
Wer hier etwas verändern möchte, muss auch sagen, wie er
die zusätzlichen Kosten finanzieren möchte.
Vielleicht mit einer PKW-Maut nur im Kölner Westen?
Ich hoffe, die Mautstationen sind nicht die neuen Arbeitsplätze,
von denen CDU und SPD in Berlin gerade sprechen.
Kay Queetz
VCD Köln und Umgebung e.V.