Wie die Medien heute berichten, entschied der Eurowings-Vorstand,
die neue Billig-Fluglinie vom Flughafen Köln/Bonn und nicht von Dortmund
aus zu starten. Der entscheidende „Standortvorteil„ von Köln/Bonn
ist hierbei die Möglichkeit, nachts unbegrenzt starten und landen
zu können. Köln/Bonn ist der einzige Flughafen in NRW, an dem
dies möglich ist; in Dortmund herrscht von 22 bis 5 Uhr Nachtflugverbot.
Der Verkehrsclub Deutschland Köln und Umgebung (VCD) ist gegen jede Ausweitung von Fracht und Personenflügen in der Nacht. Es wird bisher nicht gesagt, wieviele Nachtflüge von Eurowings geplant sind. Geredet wird davon, dass „ein Großteil„ der Flüge oder „eine ganze Menge„ tagsüber stattfinden soll. Diese Unbestimmtheit und der Freifahrtschein für die nächtlichen Flugzahlen von Eurowings lassen Schlimmes befürchten. Den Anwohnern des Köln/Bonner Flughafens wird verschwiegen, was an zusätzlicher Lärmbelastung auf sie zukommt. Der „Standortvorteil„ des freien Nachtflugs von Köln/Bonn darf nicht zu Lasten der umliegenden Bevölkerung gehen.
Die Entscheidung für Köln zeigt auch wieder auf, dass der
Flughafen Köln/Bonn kein Interesse daran hat, den Nachtflugverkehr
zu mindern, sondern seinen „Vorteil„ aus rein wirtschaftlichen Überlegungen
im Konkurrenzkampf zu anderen Flughäfen voll ausspielt. Solange Köln/Bonn
der einzige Flughafen in NRW ist, der kein Nachtflugverbot hat, nutzt er
wettbewerbsverzerrende Vorteile. Dies widerspricht dem Ziel einer regionalen
Flughafenentwicklung durch Wettbewerbsgleichheit.
Aus diesen Gründen befürwortet der VCD den Standort Dortmund
für die neue Billig-Fluglinie.
VCD Köln und Umgebung e.V.