Pressemitteilung Eurowings

 

 
 
 

Köln, 7. August 2002

Eurowings will Nachtflugmöglichkeiten in Köln/Bonn nutzen


Wie die Medien heute berichten, entschied der Eurowings-Vorstand, die neue Billig-Fluglinie vom Flughafen Köln/Bonn und nicht von Dortmund aus zu starten. Der entscheidende „Standortvorteil„ von Köln/Bonn ist hierbei die Möglichkeit, nachts unbegrenzt starten und landen zu können. Köln/Bonn ist der einzige Flughafen in NRW, an dem dies möglich ist; in Dortmund herrscht von 22 bis 5 Uhr Nachtflugverbot.

Der Verkehrsclub Deutschland Köln und Umgebung (VCD) ist gegen jede Ausweitung von Fracht und Personenflügen in der Nacht. Es wird bisher nicht gesagt, wieviele Nachtflüge von Eurowings geplant sind. Geredet wird davon, dass „ein Großteil„ der Flüge oder „eine ganze Menge„ tagsüber stattfinden soll. Diese Unbestimmtheit und der Freifahrtschein für die nächtlichen Flugzahlen von Eurowings lassen Schlimmes befürchten. Den Anwohnern des Köln/Bonner Flughafens wird verschwiegen, was an zusätzlicher Lärmbelastung auf sie zukommt. Der „Standortvorteil„ des freien Nachtflugs von Köln/Bonn darf nicht zu Lasten der umliegenden Bevölkerung gehen.

Die Entscheidung für Köln zeigt auch wieder auf, dass der Flughafen Köln/Bonn kein Interesse daran hat, den Nachtflugverkehr zu mindern, sondern seinen „Vorteil„ aus rein wirtschaftlichen Überlegungen im Konkurrenzkampf zu anderen Flughäfen voll ausspielt. Solange Köln/Bonn der einzige Flughafen in NRW ist, der kein Nachtflugverbot hat, nutzt er wettbewerbsverzerrende Vorteile. Dies widerspricht dem Ziel einer regionalen Flughafenentwicklung durch Wettbewerbsgleichheit.
Aus diesen Gründen befürwortet der VCD den Standort Dortmund für die neue Billig-Fluglinie.
 

VCD Köln und Umgebung e.V.