Der Unterausschuss Nahverkehr des Stadtentwicklungsausschusses hat mit wenigen Änderungen den Kürzungsvorschlägen der Verwaltung für das KVB-Angebot zugestimmt. Der VCD Köln missbilligt dies und kritisiert im Einzelnen:
Die Einstellung der Linie 6 im Tagesverkehr ist nicht hinnehmbar. Auf den Ringen, aber auch im Bereich Nippes ist diese Linie tagsüber unverzichtbar.
Die Kürzung des 106er Busses vom 10- auf den 20- Minutentakt tagsüber
ist inakzeptabel.
Auf dem Abschnitt Chlodwigplatz- Marienburg fuhr bis vor kurzem alle
10 Minuten eine Straßenbahn!
Die als Straßenbahnersatz neu eingeführte Verlängerung
der Busse 106 bis zum Neumarkt wird sehr gut angenommen, obwohl jede Werbung
fehlte.
Der Takt der Linie 133 wird ab 21 Uhr zwischen Chlodwigplatz und Zollstock und vormittags zwischen Breslauer Platz und Zollstock ausgedünnt, obwohl es seit der Verlängerung zum Breslauer Platz 15% Neukunden gibt, ebenfalls ohne jede Werbung.
Nach der Verwaltungsplanung zur Kürzung der Linien 141 und 143 würden ab 22 Uhr auch nach Vogelsang nur noch halb so viele Busse fahren wie bisher.
Bei Buslinien sollte allgemein nichts gekürzt werden, bevor das
Buskonzept für den jeweiligen Stadtteil umgesetzt wird.
Der Ausschussbeschluss führt sich selbst ad absurdum:
„Aus den durch die KVB vorgeschlagenen Konsolidierungsmaßnahmen
dürfen grundsätzlich keine Fahrgastverluste resultieren“ heißt
es dort.
Ein eingeschränkter Fahrplan hat noch nie mehr Kunden gebracht.
Die KVB sollte stattdessen endlich informative Werbung machen.
Fahrplan-Infoblätter an alle Haushalte zum Beispiel.
Sie selbst hat in einem Gutachten festgestellt, dass mehr Menschen
Bus und Bahn fahren, wenn sie so informiert wurden.
Peinlich bereits, dass es zu dieser Einsicht eines Gutachtens bedurfte,
jetzt wird dies nicht einmal umgesetzt.
VCD Köln und Umgebung e.V.