Der Verkehrsclub Deutschland Köln und Umgebung (VCD) unterstützt
nachdrücklich die Forderung der Bezirksvertretung Rodenkirchen
nach einer
Weiterführung der Linie 106 vom Chlodwigplatz zum Neumarkt, wenn
die
Straßenbahnlinie 6 eingestellt wird. "Da die Attraktivität
und Aktzeptanz
eines Busses gegenüber einer Straßenbahn geringer ist, muss
der Bus halt
attraktivere Ziele haben" betont Roland Schüler vom VCD. Das Argument
der
KVB, von Marienburg sei man noch nie umsteigefrei zum Neumarkt gelangt,
klingt absurd - liegen hier doch Chancen, die es von Seiten der KVB
aufzugreifen gilt. Zudem wird durch die Bauarbeiten zur Nord-Süd-Bahn
eine
Verschlechterung der Anbindung der südlichen Stadtteile zu erwarten
sein
(Verspätungen...), weswegen wir einen Ausgleich durch attraktivere
Fahrtziele für erforderlich halten.
Wir fordern die Kölner Verkehrsbetriebe daher auf, sich dem Wunsch
der
Bezirksvertreter nach einem verbesserten Busangebot anzuschließen
und
geeignete Konzepte zu erarbeiten.
Der VCD schließt sich ebenfalls der Forderung der Bezirksvertretung
Nippes
an, das U-Bahn-Angebot in Nippes und Longerich wieder zum alten Stand
zurück
zu führen. Vor vier Jahren wurde die Linie 6 am Abend und an den
Wochenenden
eingestellt. Längere Fahrt- und Wartezeiten für die Fahrgäste
in Nippes und
Longerich waren - auch durch die ausgedünnten Umsteigemöglichkeiten
am Abend
und an Wochenenden - entgegen der Auffassung der Stadtverwaltung die
Folge.
Zwei Linien lassen halt länger auf sich warten als drei dies tun.
"Wenn die
Linie 19 nun die Linie 6 bis Longerich ersetzt, soll die ursprüngliche
Qualität der Anbindung, auch um einen weiteren Fahrgastverlust
zu
verhindern, wiederhergestellt werden" fordert Markus Graf für
den VCD.
VCD Köln und Umgebung e.V.