Pressemitteilung zur Linie 6 

 
26.01.2001


Der Verkehrsclub Deutschland Köln und Umgebung (VCD) unterstützt
nachdrücklich die Forderung der Bezirksvertretung Rodenkirchen nach einer
Weiterführung der Linie 106 vom Chlodwigplatz zum Neumarkt, wenn die
Straßenbahnlinie 6 eingestellt wird. "Da die Attraktivität und Aktzeptanz
eines Busses gegenüber einer Straßenbahn geringer ist, muss der Bus halt
attraktivere Ziele haben" betont Roland Schüler vom VCD. Das Argument der
KVB, von Marienburg sei man noch nie umsteigefrei zum Neumarkt gelangt,
klingt absurd - liegen hier doch Chancen, die es von Seiten der KVB
aufzugreifen gilt. Zudem wird durch die Bauarbeiten zur Nord-Süd-Bahn eine
Verschlechterung der Anbindung der südlichen Stadtteile zu erwarten sein
(Verspätungen...), weswegen wir einen Ausgleich durch attraktivere
Fahrtziele für erforderlich halten.
Wir fordern die Kölner Verkehrsbetriebe daher auf, sich dem Wunsch der
Bezirksvertreter nach einem verbesserten Busangebot anzuschließen und
geeignete Konzepte zu erarbeiten.

Der VCD schließt sich ebenfalls der Forderung der Bezirksvertretung Nippes
an, das U-Bahn-Angebot in Nippes und Longerich wieder zum alten Stand zurück
zu führen. Vor vier Jahren wurde die Linie 6 am Abend und an den Wochenenden
eingestellt. Längere Fahrt- und Wartezeiten für die Fahrgäste in Nippes und
Longerich waren - auch durch die ausgedünnten Umsteigemöglichkeiten am Abend
und an Wochenenden - entgegen der Auffassung der Stadtverwaltung die Folge.
Zwei Linien lassen halt länger auf sich warten als drei dies tun. "Wenn die
Linie 19 nun die Linie 6 bis Longerich ersetzt, soll die ursprüngliche
Qualität der Anbindung, auch um einen weiteren Fahrgastverlust zu
verhindern, wiederhergestellt werden" fordert Markus Graf für den VCD.
 

VCD Köln und Umgebung e.V.