Linien-Änderungen der KVB - schnelle Nachbesserungen sind erforderlich

 

 

Die Führung aller Stadtbahn-Linien aus dem Kölner Norden und aus Zollstock über die Ringe und nicht mehr über den Hauptbahnhof hat zu heftigen Protesten der betroffenen Bevölkerung geführt. Es deutet sich schon jetzt an, dass die Änderungen der KVB Thema des Kommunalwahlkampfes werden.
Der Kölner Kreisverband des Verkehrsclubs Deutschland kritisiert die zu frühe Einführung der im Grundsatz vom Rat beschlossenen Netzänderung.
Markus Meurer vom Kölner Kreisverband: „Zur Zeit sind für die Fahrgäste nur Belastungen zu spüren, während der mögliche Nutzen aufgrund der noch fehlenden Niederflur-Fahrzeuge und der ausstehenden baulichen Maßnahmen auf sich warten lässt.“
Der VCD Köln hält es für dringend erforderlich, Sofortmaßnahmen zu ergreifen, die die Erschwernisse für die Fahrgäste abmildern. Ferner sind die mit der Linienänderung angestrebten Verbesserungen für Fahrgäste konsequent umzusetzen. So sollte in jedem Fall bis Anfang 2006 flächendeckend der höhengleiche Bahneinstieg  realisiert sein.
 
Der VCD hält im Einzelnen folgende Maßnahmen für notwendig:
 
 
sofort bzw. kurzfristig zu realisieren:
 
- sofortiger Einsatz von Stadtbahnwagen in Doppeltraktion auf der Linie 6 an Stelle der nur mit einseitigen Türen ausgestatteten alten Achtachsern (Missstände zurzeit: Umsteiger müssen am Ebertplatz die Gleise queren, um Bahnen zu erreichen; Umsteiger aus einem vom Hbf kommenden Doppelzug müssen in nur einem Wagen der Linie 6 Platz finden)

- zusätzliche Fahrten der Linie 6 ab Mittag, um den Schülerverkehr in Nippes und an den Ringen zu bewältigen, Vermeidung zusätzlicher Wartezeiten für Umsteiger in der Innenstadt
 
- konsequente Fortsetzung des derzeitigen wechselseitige Wartens der Bahnen am Ebertplatz, um den Fahrgästen ein direktes Umsteigen in die jeweilige Anschlussbahn zu ermöglichen, Anschluss am Ebertplatz auch von der Ring-Linie 15 Ankunft 1:20 Uhr zur letzten regulären Linie 16 nach Niehl Abfahrt zurzeit noch 1:16 Uhr (spätere Abfahrt!)
 
- Durchbindung der Bus-Linien 134 und 148 bis zum Hbf. zur Entlastung des Umsteigeknotens Ebertplatz unterirdisch

- bessere Fahrtgast-Information durch neue elektronischen Anzeigetafeln auf den mittleren Umsteige-Bahnsteigen am Ebertplatz (für jede Fahrtrichtung eine, mit Angabe der noch verbleibenden Wartezeit) , und durch Teilnetzpläne „Ringbahnen“ in den Niederflurfahrzeugen (entsprechend denen für die Ost-West-Bahnen), weiter: Information der Fahrgäste aus Köln-Nord und Zollstock über Alternativen, DB zu erreichen (z.B. Linie 13 zu den Bahnhöfen Mülheim und Ehrenfeld, Linie 138 zum Bahnhof Süd)
 
- Anhebung der Bahnsteige an den meist frequentierten Umsteigepunkten Neumarkt und Dom/Hbf noch in 2004
 
 

 weitergehend ist dringend erforderlich:

- möglichst rascher Einsatz von Niederflurfahrzeugen auf allen Ring-Linien

- Verdichtung des S-Bahn-Verkehrs Chorweiler- Hbf. auf Stadtbahn-Takt
 
- Umleitung des Kfz-Verkehrs auf der Nordostseite des Barbarossaplatzes und Umbau der U-Bahn-Station Ebertplatz

- neben der Anhebung weiterer Innenstadt-Bahnsteige auch Realisation des lange beschlossenen Ausbaus der Haltestelle Neusser Straße/Gürtel zur besseren Erreichbarkeit der DB-Anschlüsse in Mülheim und Ehrenfeld

- Umsetzung des VCD-Fahrgastinformations-Konzepts - Präsentation der Ringbahnen als ein abgestimmte Angebot (Umbenennung der Linien 6 und 15, neue Info-Tafeln an den Haltestellen usw.)
 
 

19.01.2004


VCD Köln und Umgebung e.V.