Der Verkehrsclub Deutschland Kreisverband Köln und Umgebung ist betroffen vom Tod der 41jährigen Radfahrerin in Köln-Brück am Donnerstag. Wir trauern mit den Angehörigen.
Doch dieser Unfall, wie so viele in den letzten Jahren, hätte verhindert werden können. Es gibt seit Jahren Außenspiegel für LKWs, die den toten Winkel verhindern. Damit hätte der Lastwagenfahrer die Radfahrerin gesehen. Der VCD fordert seit Jahren, dass diese Außenspiegel an allen LKWs und Kleinlastern Vorschrift werden. Doch die LKW-Lobby verhindert dies, die technischen Aufsichtsbehörden reagieren nicht und der Gesetzgeber schläft. „Es handelt sich ja nur um Gefahren für den Radverkehr. Da muss ja nicht schnell gehandelt werden.“, so beurteilt Vorstandsmitglied Roland Schüler die Situation.
Solange jeder rechtsabbiegende LKW eine Todesmaschine für RadfahrerInnen ist, sieht der VCD die Städte, auch die Stadt Köln, in der Pflicht. Sie muss für die Verkehrssicherheit ALLER VerkehrsteilnehmerInnen sorgen. Tempo 30 für alle LKWs in der Stadt, Verbot des Rechtsabbiegen für LKWs an besonderen Gefahrenpunkten, Schutzstreifen für den Fahrradverkehr. „ Wir fordern die Stadt Köln und die Polizei auf, sofort zu handeln. Hier ist die Sicherheit der RadfahrerInnen stärker gefährdet, als bei den Kontrollen zum Winterzauber“
Die deutsche Autoindustrie, die Polizei, die Aufsichtsbehörden,
die Bundesanstalt für Straßenwesen haben jahrelang behauptet,
einen solchen Spiegel, der den toten Winkel vermeidet, gibt es nicht. Ein
Vater in den Niederlanden, dessen Sohn bei einem solchem Unfall im Leben
kam, hat ihn kurzerhand entwickelt. Doch in Deutschland ist er nicht verbindlich