Die geplante Taktausdünnung trifft alle Kölner Fahrgäste.
Sie führt zu erheblich längeren Wartezeiten - gerade für
die vielen Umsteiger, die erst über eine der Innenstadt-Linien die
Bahn zu ihrem Stadtteil erreichen. Eine Fahrt in den Kölner Nordosten
würde durch die Kappung der Linie 4 zu-künftig zur Odyssee, die
sogar ein mehrfaches Umsteigen erfordert.
Deren zeitweise Einstellung würde ferner äußerst hart
den Freizeitverkehr treffen:
Konzert- Kino- und Kneipenbesucher, deren Ziele ja v.a. entlang der
Linie 4 in Ehrenfeld, an den Ringen, in der Südstadt und in Deutz
(Kölnarena) liegen, müssten bis zu 15, nach einer Veranstal-tung
sogar bis zu 30 Minuten auf ihre nächste Bahn warten. Ausgerechnet
die Hauptverbindung zwischen den kulturellen Zentren Kölns würde
auf das Niveau einer Vorortbahn absinken.
Markus Meurer vom VCD-Vorstand: „Sparzwänge dürfen nicht
dazu führen, dass Köln verkehrlich zur Provinz verkommt. Die
Zeit lässt sich in Köln anders verbringen, als wartend in einer
U-Bahn-Haltestelle“
Der VCD fordert ferner die Stadt auf, Kosten sparende Veränderungen
beim Busverkehr ausschließlich auf der Grundlage eines lokalen
Buskonzepts zu beschließen. Vorhandene Linien schlicht seltener fahren
zu lassen, verschreckt Fahrgäste und zeugt letztlich von Ideenlosigkeit.
Der VCD hat mit seinem Buskonzept für den Stadtbezirk Chorweiler
bewiesen, dass ohne zusätzliche Kosten, allein durch eine bessere
Abstimmung von Bus und Bahn erhebliche Verbesserungen erreichbar sind.
„Es reicht jedoch nicht, ein solches Konzept mit dem Umweltpreis zu prämieren.
Man muss es auch umsetzen!“.
VCD Köln und Umgebung e.V.