Pressemitteilung Verschlechterung Rheinstrecke

 

 

02.05.2003

DB vergrätzt Fahrgäste auf der Rheinstrecke


Der Verkehrsclub Deutschland fordert die Deutsche Bahn auf, Fernzüge auf der Rheinstrecke Düsseldorf-Köln-Bonn wieder für Regionalticket-Nutzer freizugeben. Hierfür müssen an Automaten wie früher Einzelzuschläge erhältlich sein.

Durch den Wegfall der Interregios seit dem 15.Dezember hat sich das Angebot für die Fahrgäste des Regionalverkehrs auf der hoch belasteten Rheinstrecke erheblich verschlechtert. Nun verkehren für sie zwischen Köln und Düsseldorf nur noch zwei statt drei schnelle Züge pro Stunde. Dies hat Wartezeiten von bis zu 40 Minuten zur Folge. Die Deutsche Bahn verweist hierzu in einem Schreiben an den VCD ersatzweise auf die häufig verkehrenden S-Bahnen. Sie benötigen für die selbe Verbindung fast die dreifache Zeit.
Weitergehend sieht der VCD die Notwendigkeit einer dritten Regionalexpress-Verbindung zwischen den Nachbarmetropolen.

Auf der Strecke nach Bonn löst auch der zusätzliche schnelle Regionalexpress nicht das Problem. Denn hier lässt die DB alle drei Züge des Regionalverkehrs innerhalb von nur 20 Minuten fahren, um anschließend 40 Minuten lang keinerlei Verbindungen in die Nachbarmetropole anzubieten. Vom Verkehrsverbund wird so teuer eine Leistung bezahlt, die für den Fahrgast keinen Nutzen bringt.

Ein Grundproblem sieht der VCD darin, dass sich weder VRS noch VRR für einen guten Verbund überschreitenden Regionalverkehr einsetzen.
Neben der Reduzierung des Angebots zwischen Köln und Düsseldorf ist auch das Fehlen einer schnellen Verbindung zwischen Köln und Mönchengladbach hierfür symptomatisch.

Für Zeitkarten-Nutzer wurde die Fahrt in den Nachbarverbund seit Dezember sogar fast völlig unterbunden. Den Verkauf des ab Verbundgrenze notwendigen Anschluss-Tickets verweigert nun nicht nur allein der Fahrkarten-Automat, sondern neuerdings auch das Zugpersonal. Dieses empfiehlt stattdessen selbst Reisenden aus den Stadtteilen, den ergänzenden Fahrschein vorher am Schalter des Hauptbahnhofes zu erwerben.
Der VCD fordert auch hier die Verantwortlichen dazu auf, zu einer für den Fahrgast praktikablen Lösung zurückzukehren. Immer wieder neu erdachte Beschränkungen verhindern, dass das vorhandene Angebot effektiv vom Kunden genutzt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

VCD Köln und Umgebung e.V.